Eichenprozessionsspinner können Hautreaktionen hervorrufen

In den letzten 10 Jahren findet man vor allem in Bayern vermehrt Eichenprozessionsspinner. Am meisten betroffen sind einzeln stehende Bäume und Bäume die am Waldrand stehen.

Die Raupe des Eichenprozessionsspinners webt überwiegend im Herbst kleine, allergieauslösende Haare in ihr Nest ein, um sich so vor Feinden zu schützen. Diese Nester befinden sich zum größten Teil in Ästen und Stämmen von Eichen.

(Quelle Bild: Wikipedia)

Für den Menschen gefährlich sind lediglich die Haare der Raupe, die eine Hautreaktion auslösen können.

Eine Kontamination kann durch verschiedene Wege erfolgen:

  • durch einen direkten Kontakt mit Nest und Raupenhaare durch die Haut,
  • durch abgebrochene Haarteile die mit dem Wind verweht werden und so auf die Haut gelangen,
  • oder auf zurückgeblieben Nestern von denen noch Haare ausgehen, da sich diese noch eine längere Zeit im leeren Nest halten.
(Quelle Bild: Wikipedia)

Das Gemeine an den Härchen ist, dass die sogenannten `“Brennhaare“ fast unsichtbar sind und an der Kleidung haften bleiben können ohne dabei bemerkt zu werden.

Die meisten Reaktionen die hervorgerufen werden, sind ein starker Juckreiz mit einem dadurch resultierenden Hautausschlag, ähnlich wie bei der Brennnessel.

Unbehandelt verschwindet der Hautausschlag nach ca. ein bis zwei Wochen wieder.

Durch das Einatmen der Härchen kann es besonders bei vorbelasteten Personen zu Anfälle von Husten bis hin zur Atemnot kommen. Reizungen an Mund- und Nasenschleimhaut können zu Bronchitis oder Asthma führen. Sollte ein Kind Atembeschwerden aufweisen so suchen sie bitte einen Arzt auf oder wählen Sie den Notruf 112.

Bei einer Kontamination ist es ratsam, die Kleider zu wechseln und sich gründlich abzuduschen. Sollten Reaktionen auf der Haut in Form eines Ausschlages auftreten, fragen Sie in der Apotheke nach juckreizlindernden und abschwellende Salben, dort wird Ihnen geholfen.